Die Mühle zu Mauenheim

Laut den noch erhaltenen Aufzeichnungen wurde die Mühle in Mauenheim erst 1670 erbaut. Vorher mussten die Bauern der näheren Umgebung nach Möhringen oder nach Engen zur Mühle fahren. Da dies aber aufwendig war, bat man um den Bau einer eigenen Mühle in Mauenheim, vor allem auch da der Mühle in Möhringen der Gerbgang fehlte.
Diesem Bitten wurde 1669 nachgegeben und der Bau einer Mühle wurde genehmigt. Die umliegenden Bauern erklärten sich bereit das Wasser des Baches, der das Mühlrad antreiben sollte, nicht zur Bewässerung ihrer Wiesen zu nutzen.
Einige Jahr später fühlten sich die Erben der Hewen-Bauern allerdings nicht mehr an das Versprechen gebunden und nutzten das wenige Wasser des Bachen uneingeschränkt zur Bewässerung der Wiesen.



Die Mühle konnte dadurch nicht immer betrieben werden, auch war es nicht möglich den Mahl- und den Gerbgang, im Gerbgang wurde Dinkel von der Spreu befreit und somit zum eigentlichen Mahlen vorbereitet, gleichzeitig zu betreiben, hierzu reichte einfach das Wasser nicht aus. Dadurch hatte die Mühle natürlich auch Umsatzeinbusen da die Bauern die anderen Mühlen nutzten wenn das Mühlrad in Mauenheim mal wieder still stand.



Da die Einnahmen kaum ausreichten um die Kosten zu decken ging die Mühe durch viele Hände
Teilweise fehlen die Aufzeichnungen wer aus welchem Grund verkauft hat, und vor allem an wen. Damals wurden nur dann Urkunden erstellt wenn dies unbedingt notwendig war, somit fehlen viele Angaben.
1894 lies die Witwe Schaller eine kleine Kapelle auf dem Grundstück bauen, die noch heute für einige Andachten genutzt wird. 1896 wurde die Mühle dann für 10.000 Mark verkauft.



Als dann 1920 die Wasserleitung für die Mauenheimer Bürger gelegt wurde, die auch aus dieser Quelle gespeist wurde, wurde die Mühle aus Wassermangel stillgelegt.
Danach wurde die Mühle nur noch als landwirtschaftliches Anwesen genutzt und das Mühlrad wurde von einem früheren Besitzer abmontiert.
Leider gibt es aus der Zeit keine Bilder der Mühle, so kann nur darüber spekuliert werden wie das Gebäude früher ausgesehen haben muss.
Ebenso ist nicht sicher überliefert woher der Name „Dachsmühle“ kommt, auf alten Karten auch „Daxmühle“. Man erzählt sich, dass sich einmal ein Dachs in der Mühle eingenistet hat, daher soll auch der Name kommen. In den alten Dokumenten wird jedoch nur von der Mühle zu Mauenheim gesprochen.